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Atom

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Atom Artikel

Atome (von griechisch ά-τομο, á-tomo, unteilbar) sind die kleinsten chemisch nicht weiter teilbaren und elektrisch neutralen Bausteine der Materie. Atome einer Sorte bezeichnet man chemisches Element.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Abiturhilfe Physik Oberstufe. Relativitätstheorie, Quanten-, Atom- und Kernphysik. Mit Lösungsteil (Lernmaterialien) Als Prüfungsvorbereitung oder für Leute mit Interesse. . . Eine echt empfehlenswerte Lektüre, egal ob man sich auf die Prüfung vorbereitet und dieses Thema als Schwerpunkt anstrebt oder einfach nut Interesse an Physik hat. Das Buch ist meiner Meinung nach echt empfehlenswert.

Aufbau

Ein Atom besteht aus einer Hülle und einem in dem Vergleich zu seinem Gesamtvolumen winzigen Kern. Die Atomhülle (Elektronenhülle) hat mit einem Radius von etwa 10-10 m einen ungefähr zehntausendfach größeren Radius als der Atomkern (r = 10-14 m).

Zur Veranschaulichung: würde man ein Atom auf die Größe einer Kathedrale aufblähen, so entspräche der Kern der Größe einer Fliege (allerdings wäre eine solche Fliege vieltausendfach schwerer als die Kathedrale selbst). In anderen Worten: der Atomkern nimmt ca. etwa ein Millionstel eines Milliardstels des Gesamtvolumens eines Atoms ein!

Der Atomkern besteht aus den so genannten Nukleonen, Protonen und – außer beim Wasserstoff-Isotop H11 – aus Neutronen. Die Atomhülle besteht aus Elektronen.

Im Atomkern konzentriert sich fast die gesamte Masse des Atoms. Die Elektronen tragen eine negative elektrische Ladung und die Protonen eine positive, wodurch sie sich gegenseitig anziehen. Die Neutronen sind elektrisch neutral und haben eine kleinfügig größere Masse als die Protonen.

Siehe auch: Atommodell

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Elemente

Die Anzahl der Protonen in einem Atom ist die Kernladungszahl oder auch Ordnungszahl (Stellung des Elements in dem Periodensystem der chemischen Elemente), die Summe der Protonen und Neutronen die Massenzahl.

Atome mit der gleichen Anzahl an Protonen werden dem gleichen chemischen Element zugeordnet.

Atome mit der gleichen Protonenzahl aber unterschiedlichen Neutronenzahlen bezeichnet man Isotope, sie gehören dem gleichen chemischen Element an.

Bei den meisten chemischen Reaktionen spielt die Anzahl der Neutronen keine Rolle. Wichtig ist die Anzahl der Neutronen in dem Bereich der Strahlungslehre.

Natürlich vorkommende Elemente sind meist ein Gemisch aus verschiedenen Isotopen.

In der Kernphysik unterscheidet man Atomsorten nach der Zahl der Protonen und Neutronen, da diese eine unterschiedliche Radioaktivität aufweisen. Meist sind ca. ein oder zwei Isotope eines Elements stabil, die anderen zerfallen radioaktiv. Von einigen Elementen gibt es auch überhaupt kein stabiles Isotop. Atom(kerne) mit gleicher Zahl an Protonen und Neutronen bezeichnet man als Nuklide.

Das kleinste Atom ist das Wasserstoffatom mit ca. einem Proton in dem Atomkern. Eines der schwersten Atome ist das Uran-Atom mit 92 Protonen in dem Atomkern (siehe Periodensystem). Das schwerste Atom, dessen Herstellung in entsprechenden Experimenten bisher gelungen ist, ist das Ununoctium-Atom mit 118 Protonen in dem Atomkern (Stand Aug.2004). Es ist jedoch extrem kurzlebig.

Buch-Tipp: Atom- und Quantenphysik. Einführung in die experimentellen und theoretischen Grundlagen (Springer Lehrbuch) Sehr gute Einführung in die Atom- und Quantenphysik Haken/Wolf: "Atom- und Quantenphysik" ist ein Lehrbuch ab dem dritten Semester mit etlichen Aufgaben und Lösungen in dem Anhang. Auffällig ist der sechs Zentimeter breite Rand, auf dem man, wenn man keine Hemmung hätte, beinahe eine Vorlesung mitschreiben könnte. Oder Anmerkungen machen. Ärgerlich...

Kenndaten

Atome sind in erster Näherung kugelförmig und haben eine Größe von 0,1 bis 0,5 nm, also 0,0000001 bis 0,0000005 mm. Innerhalb des Periodensystems nehmen die Atomradien von links nach rechts und von oben nach unten zu. Allerdings besteht kein linearer Zusammenhang zwischen der Protonenzahl (und damit der Ordnungszahl) und dem Atomradius.

Ihre Masse beträgt abhängig von der Massenzahl zwischen 10-24 und 10-22 g.

Siehe auch: Mol, Periodensystem

Buch-Tipp: Atom. Forschung zwischen Faszination und Schrecken. Jenseits der Fronten Kippenhahn legt hier ein sehr umfassendes Werk vor, das uns in den Mikrokosmos unserer Welt führt. Kompetent, umfassend und ohne übermässig viel Fach-Chinesisch führt er den Laien exakt wie den Leser mit Vorbildung durch den gesamten Themenkreis. Passives Wissen wird wieder aufgefrischt - in vielen Fällen habe ich mich...

Allgemeines

Die Chemie beschäftigt sich mit den Atomen und ihren Verbindungen, den Molekülen. Dies setzt auch genaue Kenntnisse über die Struktur der Atomhülle voraus.

Die Physik beschäftigt sich unter anderem mit dem Aufbau der Atomhülle (Atomphysik), dem Aufbau der Atomkerne aus Elementarteilchen (Kernphysik) und weiter mit den Merkmalen der Elementarteilchen (Elementarteilchenphysik).

Was besteht aus Atomen?

  • alles, das wir berühren können: Stein, Pflanzen, Lebewesen, Luft
  • die Erde, der Mond, die Sonne
  • die hypothetische dunkle Materie

Was besteht nicht aus Atomen?

Buch-Tipp: Das süße Jenseits. Der Roman zum preisgekrönten Film von Atom Egoyan. Eindringlich. Das Buch kommt ganz unmerklich daher, die Geschichte schleicht sich an wie ein unsichtbares Tier, fesselt einen mehr und mehr bis man den handelnden Personen hilflos ausgeliefert ist. Ein Schulbus verunglückt, Kinder sterben. Erzählt wird diese Tragödie aus unterschiedlichen Perspektiven, erst die gewissenhafte Fahrerin des Busses,...

Geschichte

Die Geschichte des Atoms beginnt in dem antiken Griechenland um 400 vor Christus. Der griechische Philosoph Demokritos (Demokrit) nahm an, dass alles Stoffliche aus kleinsten, unteilbaren Teilchen besteht => a-tomos - unteilbar.

In seiner Vorstellung gab es aber zu dem Beispiel Apfelatome und Fleischatome, außerdem hielt er die Poren in Äpfeln oder der Haut für diese Atome.

Sein philosophischer Kontrahent war Empedokles, der die Lehre von den vier Elementen Feuer, Erde, Luft und Wasser begründete.

Demokritos' Lehre gewann kaum Anhänger und wurde erst um 1800 von John Dalton wieder aufgenommen und 1808 mit seiner Atomhypothese ausformuliert.

Bis in das 20. Jahrhundert hielt man dann Atome für massive Kugeln, die unteilbar sind.

Erst 1896 entdeckte Henri Becquerel die Radioaktivität, und stellte fest, dass sich Atome umwandeln können.

Man erkannte auch, dass Atome positive und negative elektrische Ladungen in sich vereinen, und 1897 wurde das Elektron nachgewiesen.

Der Physiker Ernest Rutherford entdeckte 1906 mit dem rutherfordschem Experiment , dass Atome nicht massiv sind, ja sogar in dem Grunde fast gar keine Substanz besitzen.

Aus dem Experiment leitete er bis 1911 die genaue Größe eines Atoms, also der Atomhülle und der Größe des Atomkerns ab. Ferner konnte er ermitteln, dass der Atomkern die positive Ladung, die Atomhülle eine entsprechende negative Ladung trägt. So entdeckte er das Proton.

Der dänische Physiker Niels Bohr entwickelte aus dem rutherfordschem Atommodell 1913 das bohrsche Atommodell. Demzufolge kreisen die Elektronen in geregelten, kreisrunden Bahnen um den Atomkern, wie Planeten um eine Sonne.

Die Bahnen besitzen verschiedene Radien, und jede Bahn besitzt eine maximale Kapazität für Elektronen. Atome streben Bohr zufolge an, dass alle Bahnen komplett besetzt sind.

Damit haben sich viele chemische Reaktionen erklären lassen, als auch die Spektrallinien des Wasserstoffs.

Da sich das Modell für komplexere Atome als unzureichend erwies, wurde es 1916 von Bohr und dem deutschen Physiker Arnold Sommerfeld dahingehend verbessert, dass man für bestimmte Elektronen exzentrische, elliptische Bahnen annahm.

Inzwischen weiß man, dass sich die Elektronen in so genannten Orbitalen aufhalten. Das bohr-sommerfeldsche Atommodell erklärt viele chemischen und physikalischen Merkmalen von Atomen.

1932 wurde dann noch das Neutron von dem englischen Physiker James Chadwick entdeckt.

Die erste Kernspaltung (Kernfission) wurde 1938 durch die Deutschen Otto Hahn, Fritz Straßmann und Lise Meitner durchgeführt.

Die Kernverschmelzung (Kernfusion) gelang erstmals mit Teilchenbeschleunigern. Derzeit laufen Versuche, damit Kernkraftwerke zu realisieren, bislang konnte aber ca. für sehr kurze Zeit mehr Energie gewonnen werden, als in den Prozess hineingesteckt wurde.

Buch-Tipp: De rerum natura / Welt aus Atomen (lat./dt.) Die Mühe lohnt sich Lukrez ist ein Autor, den man nicht nebenher liest. Er ist sprachlich anspruchsvoll, seine Hexameter wirken - bei aller Kunstfertigkeit - nicht so ausgefeilt wie die eines Vergil oder Ovid, und doch: Lukrez hat etwas. Da ist zunächst die inhaltliche Seite: Lukrez beginnt ein ehrgeiziges Unterfangen: Er will die Philosophie des...

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